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Die Gründer der GL RW in 1907.
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Pater Dietmar Weber
Provinzial des Kamillianer-Ordens
Grußwort anlässlich
des 100-jährigen Jubiläums der Großloge Rheinland-Westfalen
am 27.10.2007 in Essen
Anfang 2006 hat die Loge
Schwarzer Diamant zu Essen sich entschlossen, den Tsunami-Opfern in Thailand
tatkräftig Hilfe zukommen zu lassen. Daraus ist die segensreiche und
effektive Unterstützung eines Hilfsprojektes der Kamillianer für
Tsunami-Opfer in Tab Lamu /Thailand geworden.
Durch großherzige
Spenden durch die Loge Schwarzer Diamant und ihrer Freunde war es möglich,
konkrete Hilfe auf den Weg zu bringen.
Die anfänglich erarbeitete
Projektkonzeption, Hilfe zur Selbsthilfe für eine Gruppe vom Tsunami
betroffener Frauen, wurde den tatsächlichen Erfordernissen angepasst
und in das Gesamtprojekt integriert.
Daraus ergaben sich konkrete
Projektziele:
-
Hilfe zum Aufbau von Ersatz
für die zerstörten Häuser,
-
Hilfe zur Existenzsicherung
durch Bereitstellung von Fischerbooten, Verkehrsmitteln (Tricycles) und
"Arbeitsräumen" für eine Gruppe von Frauen,
-
Gründung einer Credit Union
für Mikrokredite zum Aufbau von Kleingewerbe,
-
Hilfe zur Ermöglichung
des Schulbesuches für Kinder,
-
Hilfe zur medizinischen Versorgung.
Mit den von der Loge Schwarzer
Diamant zur Verfügung gestellten Mitteln konnten 2 Tricycles (eine
Art Moped mit Beiwagen) angeschafft und zwei Frauen zur Verfügung
gestellt werden, die damit ortsübliche kleine Verkaufsstände
für Fisch und andere Dinge des täglichen Bedarfs in Betrieb nehmen
und so ein eigenes Einkommen erwirtschaften können.
Weitere Mittel wurden der
Credit Union zur Verfügung gestellt, die dadurch in einer Art von
Genossenschaft nach festen Regeln Mikrokredite vergeben konnte. Dies wiederum
ermöglichte einer Gruppe von Frauen sich eine neue Existenzgrundlage
zu schaffen.
Schließlich konnte
aus den Spendenmitteln, Kindern der Frauengruppe der Schulbesuch ermöglicht
werden, in dem z.B. die Kosten für Mahlzeiten, Schuluniformen und
Transportkosten übernommen wurden.
Das Konzept sieht vor, dass
die Gruppe der Hilfeempfänger - ca. 18 Frauen mit ihren 10 Kindern
in ihren eigenen Bemühungen von Projektmitarbeitern beraten und begleitet
wird. Dadurch wird die Effizienz des Projektes langfristig gesichert. Auch
diese Assistenz wurde finanziell mitgetragen.
Nach der Starthilfe hat
es sich als notwendig erwiesen, in dem Gebiet, in dem sich die Kamillianer
engagieren, vor allem die Gesundheitshilfe in den Blick zu nehmen. Ein
"normales" Leben für die Tsunami-Opfer hängt nicht zuletzt davon
ab, ob sie gesundheitlich - und zwar körperlich und seelisch - im
Stande sind, den enormen Herausforderungen, die sich auch noch Jahre nach
der Katastrophe täglich einstellen, zu begegnen. Darauf legt das Kamillianer-Projekt
das Hauptaugenmerk. Deshalb ist mit dem Aufbau eines "Medical Center" mit
verschiedenen Möglichkeiten und Angeboten begonnen worden.
Von diesem Zentrum aus werden
natürlich nach wie vor auch die "Direkthilfen" - wie zuvor unter den
Projektzielen benannt - vermittelt. Es geht um eine ganzheitliche Hilfe.
Man muss feststellen, dass
eine Katastrophe wie der Tsunami zunächst eine unvorstellbare aktuelle
Not offenbart hat, dass aber bei genauerem Hinsehen strukturelle Nöte
und Mängel erkennbar wurden, die nicht durch "Erste-Hilfe-Programme"
sondern nur durch langfristige Entwicklungshilfe angegangen werden können.
Dazu gehört neben der Gesundheitshilfe vor allem auch die gezielte
Ausbildungshilfe, um Kindern und jungen Menschen eine andere, bessere Zukunft
zu eröffnen.
Die Kamillianer sind der
Loge Schwarzer Diamant von Herzen dankbar für die geleistete Hilfe,
für alles Verständnis in der Entwicklung der Projektziele und
für die Zusage, auch weiterhin den Tsunami-Opfern zu helfen. - Lassen
Sie mich schließen mit einer herzlichen Gratulation zu Ihrem
Jubiläum, mit den besten
Wünschen für Ihre Gemeinschaft und einem herzlichen Glück-auf.
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