„Wir sind eine Gemeinschaft
vertrauensvoll und freundschaftlich verbundener Männer, die sich regelmäßig
treffen", erklärt Rolf Oesterheld, ehemaliger Vorsitzender des ‚Schwarzen
Diamanten'. „Bei der so genannten Innenloge, die nach einem traditionellen
Ritual abläuft, sollen die Brüder Abstand zum Alltag gewinnen.
Im Mittelpunkt stehen Vorträge und Diskussionen."
Besonders wichtig ist den
Mitgliedern Vertrautheit, Freundschaft und Verständnis in der Gruppe,
um auch über persönliche Anliegen sprechen zu können.
„Mitglieder sind Männer
aller Berufe und aller Altersgruppen. Konfessionen oder sozialer Hintergrund
spielen keine Rolle. Wir sind da völlig offen.“, betont Oesterheld.
„Zurzeit haben wir rund 40 Mitglieder, die sich einmal in der Woche treffen.“
Sie nenne sich ‚Brüder’,
um ihre besondere menschliche Beziehung zu dokumentieren.
Zur ‚Außenloge’ mit
Vorträgen werden regelmäßig Frauen und Gäste eingeladen.
Gegründet wurde der
‚Schwarze Diamant’ 1925 in Gelsenkirchen. „Der Name bezieht sich auf die
Kohle, die wirtschaftliche Grundlage des Reviers“, weiß Oesterheld.
Die örtlichen Vereine des Druiden-Ordens sind die Logen. Landesverbände
werden Groß-Logen genannt.
Zudem gibt es einen internationalen
Zusammenschluss aller Vereine in der ‚International Grand Lodge of Druidism’.
In der Zeit des Nationalsozialismus
wurden alle Logen in Deutschland zwangsaufgelöst.
1973 wurde der ‚Schwarze
Diamant’ in Essen neu gegründet.
Seither unterstützen
die Mitglieder Projekte – und jetzt auch das mobile Kinder- und Jugendrestaurant
der Diakonie. „Soziales Engagement ist nicht nur nach schlimmen Katastrophen
wie Tsunamis sehr wichtig. Durch Konzepte wie dieses können wir auch
direkt in unserer Nachbarschaft helfen“, meint Mitglied Heinz Dörendahl.